Kulturfenster 2015

Kleider, Trachten, Tanz
(„Strömpf - Mülirad - Hierig - Stoff - Hube - Hals-Chette - geeli Hose - Faltrock“)

Unser Kulturfenster gewährt Einblicke auf die jeweils andere Seite des Säntis: Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und das Toggenburg. Das neunte Kulturfenster ermöglichte uns einen Einblick ins Thema «Kleider - Trachten -Tanz».

Kleider - ein Thema mit dem wir uns jeden Tag auseinandersetzen. Die Tracht hat in der Schweiz eine lange Tradition und es gibt unzählige regionale Unterschiede. Einige sind in Vergessenheit geraten, andere haben sich entwickelt. Doch der Stolz, diese Kleider zu tragen, seine Tracht mit Liebe zu pflegen, Schmuck über Generationen weiter zu geben, ist wohl über die Jahre gleich geblieben. Einerseits ist dabei rund um den Säntis Verbindendes zu finden, aber es sind auch regionale Eigenheiten auszumachen.

Wir setzten uns mit der Tracht im traditionellen Sinn auseinander. Dazu wurde uns von Johannes Schmid-Kunz, Geschäftsführer der schweizerischen Trachtenvereinigung eine Einführung in die Entstehungsgeschichte der Tracht geben.

Eine ganz andere und aussergewöhnliche Sichtweise ermöglichten uns junge Absolventinnen der Schule für Gestaltung in St.Gallen. Sie setzten sich mit der Tracht auseinander und versuchten in einer Arbeitsstudie ein ganz eigenes, vielleicht modernes Modell zu entwickeln. So erfuhren wir eine sehr spannende Auseinandersetzung mit der Tradition.

Tracht und Tanz gehört seit jeher zusammen. So liessen wir uns mit einer traditionellen Vorführung begeistern, wurden dann aber eingeladen, auch selber zu probieren und zu tanzen.


Die Präsidentin Katja Bürgler-Zimmermann begrüsste die Anwesenden auf dem Säntis.
Johannes Schmid-Kunz referierte über die Geschichte der Trachten in der Schweiz.
Daniela Schmid, Lernende des Couture-Ateliers, erläuterte die Entstehung "ihrer" Tracht. Neben Ihr Martina Wiedemann, die Leiterin des Ateliers, die das Projekt tatkräftig unterstützte.
Die Lernenden des Couture-Ateliers der GBS St. Gallen interpretieren die Tracht im Säntisgebiet neu.
Das Quartett Laseyer aus Appenzell umrahmte das Kulturfenster musikalisch.
Die Trachtengruppe Schönengrund zeigte den Anwesenden verschiedene Trachtentänze.
Die Männer der Trachtengruppe Schönengrund führten das Mölirad vor.
Jakob Schiess beherrscht das Handwerk der Herstellung von Schmuck aus Menschenhaaren. Er stellte seine Arbeit vor.
Katrin Abderhalden, eine junge Trachtenschneiderin aus dem Toggenburg, erzählte über die Herstellung der Trachtenstoffe.
Die Trachtenschneiderin Bernadett Nef referierte über die Innerrhoder Frauentracht.
Werner Bollhalder, ein Sammler von "bschlagne Hoseträger", stellte einen Teil seiner sehenswerten Sammlung vor.
 

Programm Kulturfenster 2015 
Zeitungsbericht Kulturfenster 2015 Appenzeller Tagblatt
Zeitungsbericht Kulturfenster 2015 Appenzeller Volksfreund
Zeitungsbericht Kulturfenster 2015 Toggenburger Zeitung
Appenzeller Magazin - Ausgabe 2/2016 - Artikel "Die Werktagstracht modern interpretier"